Stell dir vor, du kaufst ein Konzertticket und am Ende bist du selbst Teil des Chores. Genau das passiert beim „The Audience Choir 2.0 – Sing mit!“ in Kaiserslautern. Das Projekt eines Publikumschores macht, wie Wochenblatt-Reporter berichtet, aus vielen einzelnen Stimmen spontan einen gemeinsamen Klang – unter professioneller Anleitung. Kein Vorsingen, kein Notenblatt-Stress, einfach die eigene Stimme mitbringen. Genau das Richtige für alle, die glauben, Gemeinschaft entsteht nicht von alleine, sondern weil man sie gemeinsam gestaltet.
Nach dem Pilotprojekt im vergangenen Jahr kehrt das Mitmach-Erlebnis 2026 mit einem erweiterten Konzept zurück. Laut Ankündigung lädt die Veranstaltung „noch mehr Menschen zum gemeinsamen Singen“ ein – ein Satz, der nach echtem Wir-Gefühl klingt, nicht nach leerer Marketing-Floskel. Geplant sind mehr Raum für Beteiligung, mehr Kreativität und mehr musikalische Vielfalt. Die Macher haben dabei offenbar genau zugehört: Wünsche und Anregungen aus dem letzten Jahr wurden aufgegriffen, etwa nach mehr Interaktion, musikalischen Impulsen und besonderen Gemeinschaftsmomenten.
Mit an Bord ist 2026 ein Team, das sich sehen und hören lassen kann. Der Sänger Andy Kuntz, Frontmann der Progressive-Metal-Band Vanden Plas, bringt Stimme und Bühnenpräsenz ein. Unterstützt wird er von der Vocalcoachin und Sängerin Sabrina Roth, bekannt unter anderem durch Dispyria und Friends United, die das Publikum anleitet. Komplettiert wird das Trio durch Chorleiter und Keyboarder Thomas Vogt, der neue Ideen in das Konzept einbringt. Im Mittelpunkt steht dabei, wie es in der Ankündigung heißt, die Stimme als „das älteste und persönlichste Instrument des Menschen“ – ein Symbol für Verbindung, Ausdruck und Gemeinschaft. Genau das Rezept, das man sich für eine Stadt wünscht, die manchmal mehr über ihre Baustellen als über ihre Stärken redet.
Eine wichtige Änderung gibt es für alle, die bereits ein Ticket in der Tasche haben: Die Veranstaltung am Samstag, 17. Oktober, findet nicht wie ursprünglich geplant in der Fruchthalle statt, sondern in der Scheune des Stadtmuseums, dem Theodor-Zink-Museum im Wadgasserhof in der Steinstraße 48. Bereits gekaufte Karten behalten dabei ihre Gültigkeit, los geht es um 19.30 Uhr. Tickets gibt es im Vorverkauf und nach Verfügbarkeit an der Konzertkasse, Familientickets sind laut Wochenblatt-Reporter ausschließlich an der Konzertkasse erhältlich.
Ein Umzug mitten in der Planung klingt erstmal nach Stress – aber wer schon mal einen Umzug in der Pfalz organisiert hat, weiß: Hauptsache am Ende ist man unter einem Dach, und zwar gemeinsam. Die Scheune des Stadtmuseums mag kleiner sein als die Fruchthalle, aber manchmal braucht Gemeinschaft gar keine riesige Bühne, sondern einfach genug Platz, damit alle Stimmen Gehör finden.
Quelle: Wochenblatt-Reporter.